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Wanderung im Latemargebirge
Durch den Karerpass wird der Rosengarten vom Latemar getrennt. Am Fuße dieses Felskammes liegt der wunderbare Karersee. Der Sage nach verdankt der See sein Farbenspiel einer enttäuschten Liebe eines Hexenmeisters. Idyllische Plätze in einer märchenhaften Landschaft findet man hier.
Im Karersee spiegelt sich eine ganze Palette von wunderbaren Farben. Angeblich kam dies vor langer Zeit durch einen Zauberer zustande. Der Hexenmeister von Masaré hatte sich aus dem benachbarten Fassatal in die Nixe Ondina, die im Karersee lebte, verliebt, und versuchte sie zu entführen. Die Hexe Langwerda, die unter dem Rosengarten hauste, riet ihm zu einer List: er solle einen Regenbogen über den Karersee erscheinen lassen, der Ondina an Land locken würde. Die Nixe stieg sodann auch ganz neugierig ans Ufer, erkannte aber den Hexenmeister sofort und flüchtete zurück ins Wasser. Von da an wurde sie nimmer mehr gesehen. Der Hexenmeister war wütend über diesen Misserfolg, zerbrach den Regenbogen in viele Tausend Stücke und warf ihn in den See. Seither schimmert das Wasser des Karersees in den herrlichsten Farben.
Am unteren Ende des Karersees auf 1520 m beginnt die Wanderung zum Latemar-Labyrinth. Hier führt eine Forstraße mit der Markierung Nr. 11 in Richtung Wald. Zwischen den Bäumer ergattert man immer wieder einen Blick auf den See. Bald verläuft der Weg in leichter Steigung durch dichten, hohen und dunklen Fichtenwald. Nach circa einer Stunde Gehzeit führt er langsam aus dem Wald heraus und zum Mitterleger (1839 m), einer kleinen Wiesenlichtung mit einer Holzhütte bei einem mächtigen Felsblock. Idealer Ort für ein Picknick. Kurz zuvor befindet sich am Weg eine Tafel, die die Sage über den Hexenmeister erzählt. Vom Mitterleger führt ostwärts ein Steig leicht auf und ab. Der Markierung Nr 20 folgend gelangt man ins sogenannte Labyrinth, ein Wegabschnitt der das Trümmerfeld eines mächtigen Felssturzes quert. Der Steig ist zwar gut markiert und mit Treppchen und Stützmauern angelegt, trotzdem ist aber erhöhte Aufmerksamkeit geboten. Der Felssturz endet dann am Waldrand von wo der Steig Nr. 18 abwärts zum Mittersee führt. Dieser kleine Waldsee ist im Frühsommer aber oftmals schon ausgetrocknet. Für die gesamte Wanderung sind mit etwa 3 ½ Stunden Gehzeit zu rechnen.
Foto: Tourismusverband Rosengarten Latemar
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